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Vom: 27.08.10
Wacker-Chemie: Keine Investition wegen schlechter Infrastruktur
Wegen der schlechten Erreichbarkeit des bayerischen Chemiedreiecks Burghausen unweit von Mühldorf ist jetzt erstmals eine geplante Investition eines dort ansässigen Unternehmens offiziell abgesagt worden.
Die Wacker-Chemie plant den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten für Siloxan, ein Vorstoff für die Silicone-Produktion, sowie für Polysilicium. Beides soll nun nicht am Standort Burghausen sondern am sächsischen Standort Nünchritz, gelegen an der Elbe und der Bahnstrecke Dresden – Riese, erfolgen. Dies hat Wacker-Finanzvorstand Dr. Joachim Rauhut vergangene Woche dem bayerischen Wirtschafts- und Verkehrsministers Martin Zeil anlässlich seines Besuchs gesagt. Die seit Jahrzehnten bestehenden Engpässe in der Infrastruktur bei Schiene und Straße beeinträchtigen das Wachstum. Zeil hat zwar auf die für Herbst 2010 erwartete Eröffnung des 7,8 km langen Begegnungsabschnittes zwischen Ampfing und Altmühldorf hingewiesen, für Rauhut ist das Nadelöhr jedoch Mühldorf – Tüßling, für dessen Ausbau es noch keine Finanzierungsvereinbarung gibt. (cm)
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