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Vom: 09.01.09
Spanien: Güterzüge dürfen AVE-Netz nutzen
Die spanische Regierung will den Schienengüterverkehr, der weniger als 3 % am Modal Split ausmacht, durch Milliarden-Investitionen voranbringen. Nach drei Jahren Marktliberalisierung hat sich das Bau- und Transportministerium entschlossen, 5 Mrd. EUR in den Ausbau des seitdem eher rückläufigen Schienengüterverkehrs zu investieren. Kern dieses Investitionsplans ist, 70 % des Streckennetzes des Hochgeschwindigkeitszuges AVE für Güterzüge freizugeben.
Bisher umfasst dieses Netz in Spanien 7000 km, vor allem zwischen den Metropolen Sevilla, Valencia, Madrid und Barcelona. Auch nach Lissabon soll die Strecke erweitert werden. Drei in Bau befindliche Hochgeschwindigkeitstrassen lassen auch Güterverkehr zu, weitere kombinierte Strecken sollen folgen. Der Plan der spanischen Regierung zur Belebung des Schienengüterverkehrs sieht ebenfalls vor, Güterbahnhöfe und Schienennetze so umzurüsten, dass sich Züge mit einer Länge von 1000 m einsetzen lassen. Ebenfalls wurde beschlossen, dass die Tarife des staatlichen Netzbetreibers Adif wie auch die der Staatsbahn Renfe in diesem Jahr eingefroren werden. Das dürfte auch die Deutsche Bahn freuen, die mit Transfesa und seit Dezember mit Euro Cargo Rail gleich zwei Güterverkehrsanbieter in Spanien besitzt.
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