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Vom: 28.03.08
Diskussion um Transrapid-Versuchsanlage
Nach dem Aus für den Transrapid in München ist auch die Diskussion um die Versuchsanlage (TVE) im emsländischen Lathen entbrannt. Nach Angaben des Vorsitzenden des Parlamentarischen Gesprächskreises Transrapid des Deutschen Bundestages, Hans Eichel (SPD), haben sowohl Bundesregierung als auch die Transrapid-Industrie die Absicht, die Anlage zu erhalten. Eine Sprecherin des Anlagen-Betreibers IABG in Ottobrunn bei München äußerte sich allerdings bisher nicht zu möglichen Auswirkungen auf die Teststrecke.
Der niedersächsische Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) ist der Ansicht, dass die Magnetbahn-Technologiekenntnisse in Deutschland weiterhin verwertet und ausgeweitet werden müssten und dies sei in Deutschland aktuell nur noch auf der TVE in Lathen möglich.
Auch der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Jörg Bode, rechnet mit einer Wiederaufnahme des Testbetriebs in Lathen. Auf der Teststrecke seien nach wie vor Versuche für den Transrapid in China notwendig, sagte er. Der niedersächsische Grünen-Verkehrsexperte Enno Hagenah sieht dagegen Probleme für die Teststrecke: "Es gibt kein signifikantes Interesse zur weiteren Erprobung", sagte der Landtagsabgeordnete am Donnerstag in Hannover der dpa. Die Industrie müsse darüber nachdenken, wie es mit der Versuchsanlage weitergehe. Da es kein deutsches Transrapid-Projekt gebe, mache es wenig Sinn, weiter öffentliche Gelder in die Teststrecke zu stecken, sagte Hagenah.
Seit dem Transrapid-Unglück im September 2006, als 23 Menschen ums Leben kamen, ruht der Testbetrieb auf der Strecke in Lathen. Derzeit beginnt die Inbetriebnahme des TR 09, dem Prototypen für die nun nicht verwirklichte Strecke in München.
Im Exportgeschäft konzentriere sich das Transrapid-Konsortium zunächst auf China und warte auf grünes Licht zur Verlängerung der in Schanghai betriebenen Verbindung. Allerdings wartet das Konsortium auf diese " immer wieder angekündigte und erneut verschobene " Entscheidung schon seit Monaten. Im Umfeld von Siemens, einem der Konsortionalpartnern, heißt es, dass das Scheitern des Münchener Projekts das Ende der deutschen Magnetbahnentwicklung bedeuten würde.
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