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Vom: 10.12.08
Großraum Basel: Bis 2017 keine Netzengpässe
Im Raum Basel sind bis zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels (2017) keine Engpässe im Schienenverkehr zu erwarten. Allerdings sind die in den beteiligten Staaten hierzu bereits geplanten Infrastrukturausbauten eine Voraussetzung.
Dies sind die Erkenntnisse des länderübergreifenden Ausschusses „Trinationale Langfristplanung Basel“, der heute seinen Synthesebericht vorgestellt hat. Die Situation für den anschließenden Zeitraum bis 2030 muss weiter konkretisiert werden, namentlich im Güter- und Regionalverkehr. Die drei Länder werden die Entwicklung weiter beobachten.
2003 setzten Deutschland, Frankreich und die Schweiz den Ausschuss, an dem auch Bahn-Infrastrukturgesellschaften der drei Länder beteiligt sind, ein, um die Verkehrsentwicklung in den nächsten 25 Jahren im Dreiländereck Basel zu untersuchen. Nun ist der erste Schritt mit dem vorgelegten Bericht abgeschlossen. Die wichtigsten Schlüsse des Ausschusses:
- In Deutschland kann die Verkehrszunahme dank des Ausbaus der Rheintalbahn auf vier Gleise bewältigt werden. Die Situation muss weiter konkretisiert werden, sobald eine fahrplangenaue Angebotsplanung für den Personenverkehr vorliegt.
- In Frankreich können in allen Szenarien die Probleme mit den ermittelten Engpässen mittels der laufenden Netzausbauten und mit temporären betrieblichen Maßnahmen gelöst werden. Die Linie Mulhouse – Basel wird vertieft untersucht, um die Notwendigkeit und die Art der Maßnahmen zu bestimmen, die aufgrund der angenommenen Entwicklung im Schienenpersonen- und -güterverkehr realisiert werden sollen.
- In der Schweiz sind in den nächsten Jahren Infrastrukturausbauten aus der Leistungsvereinbarung zwischen Bund und SBB sowie aus dem ZEB-Kernangebot geplant. Diese Ausbauten sowie weitere bauliche und betriebliche Maßnahmen ermöglichen es in allen Szenarien, den Verkehr bis Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels zu bewältigen, allerdings nur mit betrieblichen Einschränkungen.
Mit den Plänen für einen Ausbau der Regio-S-Bahn Basel und dem prognostizierten Zuwachs beim Güterverkehr kann der Verkehr bis 2030 ohne weitere Infrastruktur-Ausbauten nicht bewältigt werden. Entsprechende Vorhaben wie zum Beispiel ein neuer Jura-Durchstich sind im Rahmen von ZEB2 zu prüfen. Somit besteht nach heutigem Kenntnisstand kein unmittelbarer Bedarf nach einem Bypass im Raume Basel.
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