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Vom: 30.08.10
Tauziehen um Metrovertrag Budapest
Seit Wochen streiten sich die Budapester Verkehrsbetriebe BKV und der Hersteller Alstom Transport um die Ablieferung der neuen Metrozüge.
Bis heute ist kein Zug von der Behörde abgenommen worden. Zentraler Streitpunkt ist die Ausführung des Bremssystems. Es entspricht vielen internationalen Normen, erfüllt aber nicht die ungarische Eisenbahnnorm OVSZ, die vollkommen unabhängig aufgebaute Bremssysteme vorschreibt. Das Nationale Verkehrsamt hat dem Derogationsantrag von Alstom nicht stattgegeben und die Typengenehmigung verweigert, wogegen Alstom nun Einspruch erhebt. Eine rechtliche Handhabe zur Vertragskündigung seitens BKV sehe Alstom nicht. Bei den Verkehrsbetrieben BKV sowie in politischen und Branchenkreisen wurde über eine Vertragskündigung und sonstige rechtliche Konsequenzen nachgedacht. Sollte keine Einigung erzielt bzw. der Vertrag erfolgreich gekündigt werden, muss die Lebensdauer der russischen Metrogarnituren verlängert werden, außerdem dürfte sich die Inbetriebnahme der Neubaulinie M4 verzögern. (in/cm)
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