Lübeck

Endgültiges Aus für Straßenbahnpläne

Die Lübecker Bürgerschaft hat am Abend des 27. November endgültig das Aus für die Straßenbahnpläne verabschiedet.

Wie erwartet stimmte eine klare Mehrheit der Fraktionen von SPD, CDU, FDP und AfD für eine entsprechende Vorlage der Verwaltung. Argumentiert wurde, dass die enormen Kosten von insgesamt mehr als 900 Mio. EUR (Stand 2022) für die Stadt auch in 20 Jahren nicht finanzierbar sein würden. Ebenso seien die umfangreichen Bauarbeiten für eine komplette Umgestaltung des Straßenraums – zusätzlich zu schon beschlossenen massiven Baumaßnahmen für Fernwärme und Erneuerung der Brücken auf die Altstadtinsel – der Bevölkerung nicht zuzumuten. Eine Verzahnung der Arbeiten, die dann tatsächlich erheblich Kostenvorteile gebracht hätte, wäre kaum realistisch möglich gewesen. Einstimmig wurde außerdem beschlossen, dass die schon länger geplanten Aufwertungen der Regionalbahnen zu einer Regio-S-Bahn vorangetrieben und konkret zusätzliche Haltestellen an bestehenden Strecken und den Gleisen der Hafenbahn geprüft werden sollen. Die Kosten für eine Regio-S-Bahn müsste im Gegensatz zur Straßenbahn das Land tragen. (fm)

Artikel Redaktion Eurailpress
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