9-Euro-Ticket: Branche fordert erneut ungedeckelten Kostenausgleich

Akteure der ÖPNV/SPNV-Branche haben erneut betont, dass ihnen die Zusage eines auf 2,5 Mrd. EUR festgelegten Ausgleichs der Einnahmeausfälle nicht ausreicht.

Stattdessen forderten sie bei der heutigen (16.05.2022) Öffentlichen Anhörung des Verkehrsausschusses zum Thema, dass der Bund auch für mögliche, darüber hinausgehende Kosten aufkommt. Eine entsprechende Nachschusspflicht solle in das geplante Gesetz aufgenommen werden. „Es werden Mehraufwände sein“, sagte etwa Robert Dorn, stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbandes Schienennahverkehr (BSN). Als Beispiel nannte er Erhöhungen der Fahrgastkapazitäten – „sofern möglich“ – und Personalaufwächse bei Zugpersonal, Sicherheitskräften, Reisendenlenkern und Servicekräften, um die zu erwartenden Fahrgastzuwächse zu bewältigen. Im Umfeld der Sitzung zeigten sich Vertreter optimistisch bezüglich der Kompromissbereitschaft der Ampel. Auch die Unionsfraktion fordert eine Nachschusspflicht. Aus Reihen einer Koalitionsfraktion war zu hören, dass man an der Deckelung festhalten wolle. Man gehe davon aus, dass die zur Verfügung gestellten Mittel reichen. (jgf)

Politik
Artikel Redaktion Eurailpress
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