Bane NOR: Berufung gegen Urteil wegen Stromschlag-Unfall

Bane NOR legt vor dem Obersten Gerichtshof Høyesterett Berufung gegen das Urteil des Osloer Borgarting lagmannsrett wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung ein.

Hintergrund ist ein Unfall in einem Abstelltunnel, bei dem am 24.02.2020 drei Jugendliche auf einen abgestellten Zug geklettert waren. Einer von ihnen wurde durch einen Stromschlag aus der Oberleitung getötet, die anderen beiden schwer verletzt. Bane NOR hatte zwar eine Geldbuße von umgerechnet 970.000 EUR wegen unzureichender Sicherung der Anlage akzeptiert, sich aber vor dem Oslo tingrett gegen den Vorwurf der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung erfolgreich gewehrt (Rail Business vom 05.11.2020). Die nächste Instanz, das Osloer Berufungsgericht Borgarting lagmannsrett, hat diesen Freispruch Anfang September 2021 wieder aufgehoben. „Für Bane NOR ist es jetzt wichtig, dass die Frage, wo die Grenze zwischen der Verantwortung des Unternehmens und der Verantwortung der Menschen für ihre eigene Sicherheit zu ziehen ist, geklärt wird“, so Bane NOR-Chef Gorm Frimannslund. Das Borgarting lagmannsrett hielt wie die staatliche Unfallkommission die Absperrungen der abgestellten Züge für nicht ausreichend. (hz/cm)

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Artikel Redaktion Eurailpress
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