Berlin/Brandenburg: Zielvarianten für Potsdamer Stammbahn und Prignitz-Express festgelegt

Berlins Minister Beermann und Brandenburgs Senatorin Jarasch stellen die Planungen vor; Quelle: VBB

Berlins Mobilitätssenatorin Bettina Jarasch und Brandenburgs Infrastrukturminister Guido Beermann haben heute, 23.05.2022, weiterführende Planungen für die i2030-Korridore Potsdamer Stammbahn und Prignitz-Express verkündet.

Beim Wiederaufbau der Stammbahn verständigten sich beide Länder auf eine elektrifizierte, zweigleisige Strecke für Regionalzüge zwischen Griebnitzsee, Zehlendorf und Potsdamer Platz. Gegenüber einer S-Bahn-Lösung wird damit eine überregionale Wirkung erzielt, allerdings können nicht alle Verkehre den überlasteten Nord-Süd-Fernbahntunnel nutzen. Stattdessen wird geprüft, Züge auch über die „Kurve Schöneberg“ und den Innenring Richtung Ostkreuz zu führen. Zwischen Schöneberg und Treptow muss die Strecke dafür elektrifiziert und zweigleisig ausgebaut werden. Beim Prignitz-Express wird als erstes Teilprojekt der Abschnitt Velten – Neuruppin ausgebaut, um bis 2026 zwei Zugpaare pro Stunde der Linien RE 6 und RB 55 zwischen Hennigsdorf und Neuruppin zu ermöglichen. Zudem wird ein Zehn-Minuten-Takt der S-Bahn zwischen Schönholz und Hennigsdorf mit neuer Station Borsigwalde geplant. Eine S-Bahn nach Velten ist ebenfalls Teil der kommenden Vorplanung. Die Taktverdichtung des Prignitz-Express mit zwei Zügen in der Stunde zwischen Hennigsdorf und Berlin über den Außenring ist eine neue Aufgabenstellung. (as)

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Artikel Redaktion Eurailpress
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