Bundesnetzagentur: Sonderbericht zur Auswirkung der Corona-Pandemie

Die Bundesnetzagentur hat am 15.07.2021 einen Sonderbericht über die Entwicklung des Eisenbahnmarktes in Deutschland im Jahr 2020 unter den Bedingungen der Covid19-Pandemie veröffentlicht.

Laut der „Sonderausgabe der Marktuntersuchung Eisenbahnen 2021“ sank die Verkehrsleistung 2020 im Schienenpersonennahverkehr um 38 % und im Schienenpersonenfernverkehr um 47 %. Die Leistungen des Schienengüterverkehrs gingen um 5 % zurück. Vor allem im zweiten Quartal wurde weniger transportiert; im zweiten Halbjahr 2020 blieb der Güterverkehr stabil. Im Schienengüterverkehr haben nicht-bundeseigene Bahnen – ebenso wie im Schienenpersonennahverkehr – Marktanteile gewonnen. Den Eisenbahnunternehmen sind insgesamt Sonderkosten von rund 100 Mio. EUR für pandemiebedingte Gesundheits- oder Reinigungsmaßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern und Kunden entstanden. Die Verluste durch die Pandemie schätzt die BNetzA auf 2,55 Mrd. EUR; wobei auf den Fernverkehr mit knapp 2 Mrd. EUR der Hauptanteil entfällt. (cm)

Unternehmen & Märkte
Artikel Redaktion Eurailpress
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