Deutsche Bahn: Bauarbeiten an Schlei-Klappbrücke nach Problemen vor Neustart

Die alte Brücke hat eine Straßenfahrbreite von 2,80 Metern und besitzt Notgehwege mit einer Breite von je 0,60 Metern; Quelle: DB/Bärbel Koppe

Die Deutsche Bahn erneuert seit September 2020 die Klappbrücke über die Schlei bei Lindaunis auf der Strecke Kiel – Flensburg.

Die Brücke, deren ältesten Teile aus dem Jahr 1892 stammen, wird durch eine komplett neue Klappbrücke ersetzt. Im Juni mussten die Arbeiten an den Fundamenten und dem Baugrund unterbrochen werden, da es bei der alten Brücke zu Setzungen kam. Dadurch wurde der komplexe Klapp- und Schließmechanismus der Brücke gestört. Daraufhin hat die DB die Bauarbeiten vorerst eingestellt und die alte Brücke instandgesetzt. In enger Abstimmung mit dem Land Schleswig-Holstein wird die Bauplanung nun angepasst. In den kommenden Jahren werden in der Sommersaison nur Arbeiten ausgeführt, die die Nutzung der bestehenden Brücke nicht gefährden. In diesem Jahr werden die Arbeiten erst Anfang November wieder aufgenommen. Während der Arbeiten im Winter kann die Brücke nicht geklappt werden, da die Gefahr von neuen Setzungen besteht. Als zusätzliche Sicherheitsvorkehrung ist die Brücke während der Wintermonate nur noch für Fußgänger und Radfahrer passierbar. Für den Kfz-Verkehr wird eine Umleitung eingerichtet, der Zugverkehr wird durch Busse ersetzt. Die Inbetriebnahme der Brücke ist nun für Ende 2025 geplant – zwei Jahre später als bisher. Die Kosten liegen bei 84 Mio. EUR. (cm)

Infrastruktur & Ausrüstung
Artikel Redaktion Eurailpress
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