Havarikommissionen: Scharfe Kritik an DB Cargo und Trafikstyrelsen

Die dänische Unfalluntersuchungskommission (Havarikommissionen) erhebt schwere Vorwürfe gegen DB Cargo und die Verkehrsbehörde Trafikstyrelsen im Zusammenhang mit dem Unfall auf der Vestbroen (Storebælt) vom 13.01.2021 (Rail Business 3/21).

Dies geht aus dem heute (13.01.2022) veröffentlichten Abschlussbericht hervor. Zwar habe die Verriegelung anders als bei dem Unfall Anfang 2020 ordnungsgemäß funktioniert, aber trotzdem sei bei einer ausreichend starken vertikalen Kraft die Verriegelung zu lösen. DB Cargo habe dies gewusst, setzte aber bis zu dem Vorfall vor einem Jahr weiterhin Wagen mit der fraglichen Verriegelung ein. DB Cargo habe zwar dies Trafikstyrelsen gemeldet – aber mit dem Hinweis, dass die Verriegelung genehmigt worden sei. Die Behörde habe dieses Argument in ihrem Verfahren akzeptiert. Dies kritisiert die Havarikommissionen und empfiehlt parallel der Europäischen Eisenbahnagentur (ERA), für eine ausreichende Sicherheit bei der Verriegelung zu sorgen. Der dänische Verkehrsminister Benny Engelbrecht stellte klar, dass die zusätzlichen nationalen Sicherheitsmaßnahmen „beibehalten werden“. Weiter lässt er untersuchen, was bei Trafikstyrelsen „falsch gelaufen ist“. Und an DB Cargo gab er den Hinweis, den Bericht „mit der gleichen Ernsthaftigkeit“ zu behandeln. (bg/cm)

Politik
Artikel Redaktion Eurailpress
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