Niederlande/Maaslijn-Ausbau: Einigung über Kostensteigerung – Güterbahnen befürchten Einschränkungen

Der Ausbau der Maaslijn zwischen Nijmegen, Venlo und Roermond kann nun erfolgen.

Das Infrastrukturministerium, der Infrastrukturbetreiber Prorail sowie die Provinzen Limburg, Noord-Brabant und Gelderland haben sich auf die Übernahme der Mehrkosten geeinigt. Sollten die Elektrifizierung sowie der Bau eines zweiten Gleises auf vier Abschnitten der 89 km langen Strecke zunächst 154,7 Mio. EUR kosten, wurden Ende 2019 bereits 213 Mio. EUR genannt. Nun wird von 266 Mio. EUR ausgegangen. Wollte die Regierung zunächst nur 50 Mio. EUR bereitstellen, kommen nun weitere 72 Mio. EUR vom Ministerium. Ein weiterer Aspekt in der Vereinbarung betrifft den Verkehrsvertrag der Provinz Limburg mit Arriva. Sollte das Projekt später als 2024 abgeschlossen wird, will das Ministerium 50 % der Mehrkosten übernehmen, die Arriva durch den weiter notwendigen Betrieb der Dieseltriebwagen entstehen. Die Behörden streben einen Baubeginn im dritten Quartal 2022 an. Ein Problem stellt der Grenzbahnhof Venlo da. Hier muss die DC-Oberleitung der Maaslijn die AC-Oberleitung aus Deutschland kommend kreuzen. Prorail erarbeitet noch eine Lösung, die Güterbahnen befürchten hier aber künftig Einschränkungen. (qv/cm)

Infrastruktur & Ausrüstung
Artikel Redaktion Eurailpress
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