Rhätische Bahn: Hoher Verlust in 2020

Das Geschäftsjahr 2020 war auch bei der Rhätischen Bahn (RhB) stark geprägt von der Corona-Pandemie.

Infolge massiv niedriger Umsätze und trotz frühzeitig eingeleiteter Sparmaßnahmen resultiert für 2020 ein konsolidierter Gesamtverlust von 6,9 Mio. CHF – 2019 lag der Gewinn bei 7,1 Mio. CHF. Ohne die COVID-19-Finanzhilfen von Bund und Kanton für den Regionalen Personenverkehr und die Autoverladung hätte der Verlust 19,9 Mio. CHF betragen. Nur in den Sparten Güterverkehr und Infrastruktur wurden die finanziellen Ziele erreicht. Das Ebit lag 2020 bei –22,2 Mrd. CHF nach +10,0 Mrd. CHF in 2019. Die Personenkilometer brachen um ein Drittel ein. Entsprechend sanken die Nettoerlöse aus Verkehrsleistungen in der Sparte Personenverkehr im Vergleich zum Vorjahr von 98,9 Mio. CHF auf 67,9 Mio. CHF. Der Kostendeckungsgrad erreichte mit 45,1 % einen Tiefstwert (2019: 60,3 %). Dank der COVID-19-Finanzhilfen von Bund und Kanton im Umfang von 11,4 Mio. CHF lag das Spartenergebnis bei nur –7,0 Mio. CHF. Bei der Autoverladung am Vereina-Tunnel fiel der Umsatz um 24 % auf 12,7 Mio. CHF. Das Spartenergebnis lag dank der Bundeshilfe bei 0 CHF. Im Güterverkehr stiegen die Nettoerlöse von 12,5 Mio. CHF in 2019 auf 13,0 Mio. CHF. Das Jahresergebnis lag bei 83.000 CHF, 2019 gab es noch einen Verlust von 973.000 CHF. (cm)

Unternehmen & Märkte
Artikel Redaktion Eurailpress
Artikel Redaktion Eurailpress