Rheintalsperre: NEE fordert „systematische und offene“ Aufarbeitung

In Rastatt liegen bereits die ersten Gleisjoche zum Einbau bereit; Foto: DB AG

Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) hat die Verkürzung der Vollsperrung der Rheintalbahn südlich von Rastatt um fünf Tage (von ursprünglich 57) als kleinen Lichtblick für den Schienenverkehr und die verladende Wirtschaft bezeichnet.

Man anerkenne den Einsatz der Mitarbeiter der DB und der beteiligten Unternehmen. Die Folgeschäden bei den Güterbahnen könnten damit um maximal 10 % geringer als erwartet ausfallen und knapp unter die 100-Millionen-Euro-Grenze sinken. Aber auf „unsere Hilfsersuchen für in Not geratene Bahnunternehmen haben wir vom Bundesverkehrsminister noch keinerlei Rückmeldung erhalten“, so Ludolf Kerkeling, Vorstandsvorsitzender des NEE. „Im Gegensatz dazu hat in der Schweiz das Bundesamt für Verkehr Hilfen für Spediteure zugesagt.“ Fakt sei aber, dass auch weiterhin das übliche Verkehrsvolumen bei weitem nicht über andere Strecken in Deutschland und die benachbarten Länder Frankreich und Österreich umgeleitet werden könne und beispielsweise in Frankreich weiterhin Lokführermangel eine der Ursachen sei. Kerkeling zufolge „ist nun auch der Zeitpunkt gekommen, eine systematische und offene Aufarbeitung des Vorfalls und seiner Folgen auf den Weg zu bringen.“ Er lobte zudem EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc, die bereits ein Krisentreffen in Brüssel gemacht habe. (cm)

Politik
Artikel Redaktion Eurailpress
Artikel Redaktion Eurailpress