VRR, NWL und NVR: Bisher keine Annäherung in Abellio-Verhandlungen – Neuvergaben wahrscheinlich

Die Aufgabentröger von NRW konnten sich mit Abellio nicht über einen Weiterbetrieb über den 31.01.2022 einigen; Foto: C. Müller

Die drei Aufgabenträger aus Nordrhein-Westfalen, VRR, NWL und NVR halten es nach jüngsten Gesprächen mit der Abellio Rail GmbH für erforderlich, die bislang bei dem Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) in NRW beauftragten Verkehre mit Wirkung ab dem 01.02.2022 zunächst für maximal zwei Jahre neu zu vergeben.

Dies teilten sie gestern nach der Sitzung des Verkehrsausschusses des Landtages mit (s.a. Rail Business vom 09.11.2021). Die Abellio-Vertreter – insbesondere der Gesellschafter NS – hätten nicht das „erforderliche Maß an Kompromissbereitschaft“ gezeigt. Die Grundlage für eine mögliche Direktvergabe „sämtlicher Linien“ haben die Aufgabenträger bereits geschaffen (Rail Business 44/21). „Wir haben mit überarbeiteten Verkehrsverträgen, die Abellio wesentlich entlasten würden, ein verbindliches Angebot unterbreitet und sind in den Gesprächen der vergangenen Wochen und Monate bis an die Grenzen des Möglichen gegangen, um eine Lösung zu finden“, sagt VRR-Vorstandssprecher Ronald Lünser. Die zwischenzeitlich eingegangenen indikativen Angebote sollen in den kommenden Wochen gesichtet und geprüft sowie in Gesprächen mit den Anbietern möglichst zügig eine entsprechende Beauftragung vorbereitet werden. Abellio hat sich Zeit „bis Freitag“ erbeten, ein neues Angebot vorzulegen. (cm)

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Artikel Redaktion Eurailpress
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