Erfurter Bahn: RS1-Schäden kosteten 500.000 EUR – Klage angekündigt

Der RS1 der Erfurter Bahn; Foto: Stadler

Der Austausch der Anlenkstange des Drehgestells bei den Regio-Shuttle RS 1 habe insgesamt rund 500.000 EUR gekostet.

Dies sagte Michael Hecht, Geschäftsführer der Erfurter Bahn der Thüringer Allgemeinen Zeitung. Der Riss ist bei einer Routineprüfung aufgefallen, nach anderthalb Wochen seien aber bis auf ein Fahrzeug alle Triebwagen der Elster-Saale-Bahn wieder im Einsatz gewesen, so Hecht. Die Erfurter Bahn wollte im Rahmen der Produkthaftung von Stadler Schadensersatz, da metallurgische Untersuchungen belegt hätten, dass der Riss bereits seit der Produktion bestanden habe. Da Stadler den Anspruch abgelehnt habe, werde die Erfurter Bahn laut Hecht klagen. Durch diesen Schaden werde das Jahresergebnis niedriger ausfallen. In den vergangenen beiden Jahren hatte die Bahn an die Stadt Erfurt jeweils 450.000 EUR ausgeschüttet. Die Erfurter Bahn hat inklusive der Tochtergesellschaft Süd-Thüringen-Bahn im Jahr 2015 insgesamt 110 Mio. EUR umgesetzt. (cm)

Recht
Artikel Redaktion Eurailpress
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