Fahrgastrechte: Zahlt die Bahn bald nicht mehr für „höhere Gewalt“?

Die Verkehrsminister der EU beraten heute (06.06.2019) darüber, ob Bahnbetreiber in Zukunft weiterhin bei Fällen „höherer Gewalt“ Schadensersatz zahlen müssen.

Hintergrund der Beratungen zu Fahrgastrechten im Bahnverkehr ist ein Vorschlag der EU-Kommission von 2017. Damals hatte die Brüsseler Behörde einheitliche Regeln für den europäischen Bahnverkehr vorgeschlagen. Die „Einführung einer Klausel über höhere Gewalt“ soll Bahnunternehmen bei schlechtem Wetter oder Naturkatastrophen entlasten, wie es beispielsweise bei Flugunternehmen der Fall ist. Doch sowohl das Europaparlament als auch Verbraucherschützer haben sich gegen die Ausnahme bei Entschädigungszahlungen ausgesprochen. Eine Einigung hierzu wird nicht vor Ende des Jahres 2019 erwartet. (maz/cm)
 
 

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Artikel Redaktion Eurailpress
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