Dänemark: Erneut Fahrverbot für Taschenwagen

In Dänemark sind sämtliche Transporte von Sattelaufliegern auf Taschenwagen über den Großen Belt bis auf weiteres gestoppt worden.

Zuvor hatte ein Bürger der Polizei einen Auflieger auf einem Taschenwagen gemeldet, der auffällig „wippte“. Der Zug wurde in Nyborg gestoppt, dort wurde festgestellt, dass ein Sattelauflieger der Carlsberg-Brauerei nicht verriegelt war. Der Zug von DB Cargo Scandinavia war auf dem Weg von Høje-Taastrup nach Fredericia. Aufgrund starker Winde fuhr der Güterzug mit einer auf 80 km/h herabgesetzten Geschwindigkeit. Die Havariekommission untersucht jetzt den Vorfall. DB Cargo hat den Betrieb mit Taschenwagen, die diesen Verriegelungsmechanismus haben, in Dänemark und in Schweden vorerst eingestellt.
Der Vorfall weist starke Parallelen zu dem Unfall an fast dergleichen Stelle vom 02.01.2019 auf. Damals war ein nicht verriegelter Carlsberg-Sattelauflieger von einem Taschenwagen der DB Cargo Scandinavia heruntergeweht worden und mit einem entgegenkommenden Dieseltriebzug kollidiert. In dem Zug starben damals 8 Menschen. Verkehrsminister Benny Engelbrecht erwartet nun Schritte, die Sicherheit zu gewährleisten. Carlsberg hat bereits den Transport von Bier und Leergut auf die Straße verlagert. (hz/cm)

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Artikel Redaktion Eurailpress
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