Getlink/Kanaltunnel: Pandemie kostet Umsatz und Verkehr

Die Corona-Pandemie hat bei Getlink massive Spuren hinterlassen. In allen Bereichen wurden zum Teil deutliche Rückgänge bei Umsatz und Verkehrsmenge verzeichnet.

Allerdings gab es im 4. Quartal im Güterverkehr wieder einen Anstieg beim Shuttle-Verkehr und auch bei den Güterzügen. Der Gruppenumsatz lag 2020 bei 815,9 Mio. EUR (2019: 1,080 Mrd. EUR/–24 %). Eurotunnel musste ein Minus von 27 % verzeichnen, der Umsatz lag bei 692,6 Mio. EUR (2019: 951,9 Mio. EUR). Das EVU Europorte kam glimpflich durch das Jahr, der Umsatz ging nur um 3 % auf 122,7 Mio. EUR zurück. Beim Verkehr lief der LKW-Shuttel vergleichsweise stabil (2020: 420.017 LKW, 2019: 406.491). Masiv brach der Personenverkehr ein. Die PKW-Zahl ging um 60 % zurück (2020: 227.903, 2019: 568.272), bei den Bussen lag der Rückgang bei 82 %. Im Bahnverkehr ging die Zahl der Güterzüge um 19 % zurück (2020: 1736, 2019: 2144). Allerdings stieg deren Zahl im 4. Quartal um 6 % an (2020: 468, 2019: 441). Dramatisch ist die Situation beim Eurostar: die Fahrgastzahlen sanken um 77 % auf 2,50 Mio. (2019: 11,05 Mio.). Und im 4. Quartal lag der Rückgang sogar bei 94 % (170.000 Personen statt 2,625 Mio.). (cm)

Unternehmen & Märkte
Artikel Redaktion Eurailpress
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