Notvergabe an ÖBB und WestBahn: WestBahn appelliert an das Finanzministerium

Hans-Peter Haselsteiner, Miteigentümer der privaten WestBahn, „appelliert“ an Bundesfinanzminister Gernot Blümel (ÖVP), die Notvergabe des GWL-Vertrags für den Fernverkehr Wien – Salzburg bis zum Beginn des Sommerfahrplans zu verlängern.

Daher werde die WestBahn ihr bisheriges Angebot noch bis zum 14.02.2021 aufrechterhalten. Sollte bis dahin keine Entscheidung getroffen sein, kündigte Haselsteiner die Einführung eines „Minimalangebots“ an. 2020 beläuft sich der Umsatz der Bahn auf rund 39 Mio. EUR einschließlich der Zahlungen aus der GWL-Notvergabe, dennoch entstand ein Verlust von 6,5 Mio. EUR und es mussten 49 der rund 250 Mitarbeiter abgebaut werden. Die Auslastung der Züge lag ab März 2020 je nach Monat bei 10 bis 30 %. Die Eigentümer der WestBahn erklärten sich bereit, den Verlust für 2020 zu übernehmen, 2019 lag der Gewinn nach Steuern noch bei 16 Mio. EUR. Die Erneuerung der Fahrzeugflotte wird wie geplant ablaufen, die neuen Fahrzeuge sollen ab Dezember 2021 eingesetzt werden. (er/cm)

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Artikel Redaktion Eurailpress
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