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Scheuer: DB soll Gestaltungsinstrument werden

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer lehnt eine Rückverwandlung der Deutschen Bahn in eine Staatsbahn ab

Zugleich forderte er aber auf dem Symposium Wettbewerb & Regulierung im Eisenbahnsektor einen „Kurswechsel“. Der Bund habe Verantwortung für die Strukturentwicklung, die sich auch in Infrastrukturprojekten niederschlage. Hier will der CSU-Politiker die DB als vielfältiges Gestaltungsinstrument einsetzen, verkehrs- und umweltpolitisch, aber auch beim Digitalausbau oder zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen des Kohleausstiegs. Scheuer und DB-Chef Richard Lutz bezeichneten den Ausbau der Kapazitäten als zentral für das System Schiene. Dabei komme es nun unweigerlich zu einer Überlagerung von Problemen, etwa Bautätigkeit versus Pünktlichkeit. Für seine Treffen mit der DB-Spitze wollte der Minister nicht das Wort Krisentreffen nutzen, sondern lieber Arbeitstreffen. Einen Rückzug der DB aus internationalen Märkten lehnte er ab. Scheuer verteidigte zudem Großprojekte auf der Schiene als Investition in die Zukunft – und attackierte dabei die Grünen sowie eine aus seiner Sicht negative Presse. Wenn DB-Chef Lutz von 4,4 Millionen Fahrgästen auf der VDE8 Berlin – München spreche, gehöre auch die Information dazu, dass die Prognose bei 2,4 Millionen lag. Mehr zu dem Symposium in Rail Business 6/18. (msa/cm)

Politik
Artikel Redaktion Eurailpress
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