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Schweiz: Bund soll Trassenpreise senken – Entlastung 90 Mio. CHF jährlich

Wegen gesunkener Grenzkosten sollen in der Schweiz die Trassenpreise nach Ansicht des BAV sinken; Quelle: C. Müller

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) schlägt vor, die Trassenpreise ab 2021 um jährlich rund 90 Mio. CHF zu senken.

Diese Entlastung soll an die Kunden weitergegeben werden. Beim Fern- und beim Güterverkehr würde sich die Entlastung gegenüber 2017 auf je 20 bis 30 Mio. CHF belaufen, beim Regionalverkehr auf gut 30 Mio. CHF pro Jahr. Das BAV hat heute bei den betreffenden Kreisen die Konsultation gestartet. Definitiv darüber entscheiden wird der Bundesrat. Gemäß Eisenbahngesetz muss jeder Zug diejenigen Kosten decken, die er selbst verursacht (Grenzkosten). Die jüngste Überprüfung der Grenzkosten hat gezeigt, dass diese dank Effizienzsteigerungen und der fortschreitenden Automatisierung gesunken sind, etwa bei Stellwerken. Weiter schlägt das BAV vor, bei der Revision der Netzzugangsverordnung den Lärmbonus für leise Güterzüge im Trassenpreissystem für vier weitere Jahre beizubehalten. (cm)

Politik
Artikel Redaktion Eurailpress
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