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Lettland: Neue Vorwürfe gegen Rigas satiksme

Im Korruptionsskandal um das Rigaer ÖPNV-Unternehmen Rigas satiksme (RS) sind neue Details bekannt geworden.

Medienberichten zufolge sollen in einem Bieterverfahren zur Beschaffung von 20 Niederflurtrams im Jahr 2015 die technischen Anforderungen so formuliert worden sein, dass nur die tschechische Škoda Transportation als Sieger in Frage gekommen sei. Diese habe denn auch den Auftrag für 62 Mio. EUR bekommen. Des Weiteren wird ein Bericht der Behörde zur Überwachung von Beschaffungsmaßnahmen IUB zitiert, wonach die neuen Trams zwar weniger Wartung benötigten, dafür jedoch schwerer seien und folglich mehr Energie verbrauchten. Ausgelöst wurde der Skandal durch die Tatsache, dass von den bestellten zwanzig Trams 13 noch immer nicht ausgeliefert sind. Bei der Untersuchung des Falls wurden weitere Unregelmäßigkeiten entdeckt, die zum Rücktritt des Managements sowie zu mehreren Festnahmen führten. Aktuell ermittelt die lettische Behörde zur Korruptionsbekämpfung KNAB. (nov-ost/cm)

Recht
Artikel Redaktion Eurailpress
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