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Schweiz: Streit zwischen SBB und Stadler um Rostschäden

Die älteren Flirt der SBB weisen Rostschäden am Fußboden auf; Quelle: C. Müller

Zwischen den SBB und Stadler Rail ist ein Streit entbrannt. Es geht um die Kosten zur Beseitigung von Rostschäden an 148 Regionalzügen des Typs Flirt.

Die Fahrzeuge wurden in den vergangenen 15 Jahren an die SBB geliefert. Dies berichtet die Zeitung SonntagsBlick. Die Schäden sind überwiegend im Bereich der Fußböden aufgetreten und seien laut Stadler „entsprechend ihrer Lebensdauer völlig unbedenklich“. Die SBB sanieren die Züge seit 2017, was noch bis 2024 andauern soll. Die SBB wollen eine Kostenbeteiligung des Herstellers, was dieser ablehnt. Die Werksgarantie sei lange abgelaufen. Außerdem hätten die SBB die Wartungsarbeiten nicht gemäß Handbuch durchgeführt. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) verlangt u.a. von den SBB, „nachvollziehbar aufzuzeigen, dass sie die nötige Sorgfalt beim Unterhalt angewendet und den eingetretenen Schaden nicht fahrlässig verschuldet" haben. (cm)

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Artikel Redaktion Eurailpress
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