Deutsche Bahn: Vorstand favorisiert vollständigen Arriva-Verkauf an Investoren

Arriva-Triebzug in Prag; Quelle: Deutsche Bahn AG

Die Deutsche Bahn favorisiert einem Konzerndokument zufolge den vollständigen Verkauf der Nahverkehrstochter Arriva an Investoren.

Zwar wolle der Konzern auch einen Börsengangs prüfen, heiße es in der vom Vorstand formulierten Begründung zum Beschluss des Aufsichtsrates, so die Agentur Reuters. Allerdings seien ein vollständiger Verkauf von Arriva oder die Abgabe von Anteilen zu präferieren. Bei einem Mehrheitsverkauf würden auch die Schulden von gut 1 Mrd. EUR der Nahverkehrstochter aus der DB-Bilanz genommen. Bei Abgabe lediglich einer Minderheit von Arriva würden „die Chancen eines Verkaufs deutlich geringer”. Ohne Arriva wäre die DB nicht mehr im europäischen Nahverkehr vertreten. Laut Reuters schreibt der Vorstand in dem Dokument, dass DB Regio sein derzeit auf Deutschland begrenztes Geschäftsmodell auf grenzüberschreitende Angebote ausweiten und sich in einem weiteren Schritt „zu einer europäischen Wachstumsplattform” entwickeln könnte. (as)

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Artikel Redaktion Eurailpress
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