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Frankreich: Premierminister trifft Gewerkschaften – unterschiedliche Bewertung

08.05.2018

Der Premierminister Édouard Philippe hat am 07.05.2018 in Begleitung von Verkehrsministerin Élisabeth Borne die Gewerkschaften UNSA, CGT, CFDT und Solidaires-Sud Rail empfangen.
Der Premierminister betonte im Vorfeld, dass bestimmte Punkte „nicht verhandelbar“ seien. Die UNSA teilte mit, der Premierminister habe bestätigt, dass ein „erheblicher“ Teil der SNCF-Schulden tatsächlich vom Staat übernommen werde, ohne jedoch konkrete Beträge anzugeben. Das Ziel sei für 2022 angestrebt. Zudem werde das Datum zum Inkrafttreten eines neuen Arbeitsvertrages möglicherweise über den bisher vorgesehenen 01.01.2020 hinaus verschoben. Für die CGT scheint das Treffen dagegen alles andere als überzeugend gelaufen zu sein: „Für uns geht der Streik weiter“, so deren Sekretär. Die Gewerkschaft wollte zudem, dass die Regierung das Reformverfahren „unterbrechen“ soll, was diese aber ablehnte. Édouard Philippe traf und trifft heute noch die UTP (Verband der öffentlichen Transportunternehmen), die SNCF-Spitze sowie den Nutzerverband FNAUT und Vertreter der Regionen. (wkz/cm)