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Umwelt: Freier ÖPNV stößt wegen Kosten auf Bedenken

15.02.2018

Überwiegend ablehnende Reaktionen löste ein vom Magazin Politico veröffentlichter Brief von Umweltministerin Barbara Hendricks, Kanzleramtschef Peter Altmaier und Verkehrsminister Christian Schmidt an Umweltkommissar Karmenu Vella aus.
Darin schlagen die Minister zur Luftreinhaltung in Städten unter anderem einen kostenlosen ÖPNV vorerst in fünf Testregionen vor. Der VDV verweist auf Einnahmen aus dem Ticketverkauf pro Jahr in Höhe von ca. 12 Mrd. EUR, die der Steuerzahler zu übernehmen hätte. Der VCD verlangt, dass diese Kosten nicht vom Steuerzahler, sondern von den Autoherstellern getragen werden. Anton Hofreiter von den Grünen spricht von verkehrspolitischer Gaukelei. Der Deutsche Städtetag zeigt sich überrascht und der Hamburger Verkehrsverbund rechnet vor, dass dieses Angebot für Hamburg Belastungen in der Größenordnung der Elbphilharmonie-Baukosten bedeuten würde. Die Bahninteressenorganisation Allianz pro Schiene fände es sinnvoller, die Trassenpreise auch im Personenverkehr zu senken. (wkz/ici)