Bombardier modernisiert die Fahrzeuge der S-Bahn Stuttgart

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Der globale Mobilitätsanbieter Bombardier Transportation hat von der DB den Auftrag erhalten, die bestehende Stuttgarter S-Bahnflotte der Baureihen 423 und 430 zu modernisieren und damit die Reisequalität zu erhöhen.

Der Auftragswert beläuft sich auf rund 103 Millionen Euro (125 US-Dollar). Der Auftrag umfasst die Erbringung von Engineering-Leistungen für Redesign-Maßnahmen an den Flotten der Baureihen 423 und 430 der S-Bahn Stuttgart sowie den Umbau und Lieferung von jeweils drei umgerüsteten Prototypenfahrzeugen je Baureihe und die Lieferung des gesamten Materials für den Umbau der restlichen Fahrzeuge in Eigenregie durch die S-Bahn Stuttgart. Die Entwicklung wird an den Bombardier Standorten Mannheim und Hennigsdorf erfolgen, die Umrüstung der Prototypen in Hennigsdorf.

„Mit den Innenelementen unseres Redesigns entsprechen wir den modernen Erfordernissen urbaner Mobilität. Für die Fahrgäste in der Region Stuttgart bedeutet das besseren Fahrgastservice und mehr Platz für Rollstühle, Kinderwagen sowie Fahrräder durch zusätzliche Mehrzweckbereiche“,

sagt Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Stuttgart.

„Wir sind stolz darauf, dass unser langjähriger Kunde und Partner S-Bahn Stuttgart, bei der Modernisierung der Bestandsflotte im Raum Stuttgart, auf uns als Fahrzeughersteller setzt. Die heute 157 und später insgesamt 215 S-Bahnen sind zum Teil seit mehr als zwei Jahrzehnten zuverlässig im Raum Stuttgart im Einsatz, legen pro Jahr über 23 Millionen Kilometer auf der Schiene zurück und bringen täglich mehr als vierhunderttausend Fahrgäste sicher ans Ziel. Wir freuen uns, sie für weitere Jahrzehnte fit zu machen“, sagt Francois Muller, Leiter des Service-Geschäfts bei Bombardier Transportation.

Das neue Innendesign zeichnet sich durch eine optimierte Aufteilung der verschiedenen Fahrzeugbereiche aus. Zudem werden die Züge mit WLAN, einem modernen Fahrgastinformations- und Infotainmentsystem sowie elektrischen Steckdosen für das Laden mobiler Endgeräte in verschiedenen Bereichen der Fahrzeuge ausgestattet. Außerdem werden die bestehenden Mehrzweckbereiche an den Wagenende um zwei zusätzliche Mehrzweckabteile in der Mitte ergänzt. Diese werden für Fahrräder optimiert und bestehen komplett aus Klappsitzen sowie bequemen Elementen zum Anlehnen. In Zukunft können Fahrgäste mit Fahrrädern die Stellflächen von zwei Einstiegstüren aus erreichen. Ein erleichterter Zugang wird auch bei den Mehrzweckabteilen vorne und hinten im Fahrzeug durch eine veränderte Sitzplatzgestaltung für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen ermöglicht. Ebenfalls eingeführt wird ein automatisches Fahrgastzählsystem, sodass künftig unter anderem eine gezielte Prognose zur Auslastung der Züge möglich wird. Damit werden die Züge ähnlich ausgestattet sein, wie die neuesten Fahrzeuge, die 2018 bestellt wurden und deren Prototypen derzeit in Hennigsdorf gefertigt werden. (red/Bombardier)

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Artikel Redaktion bahn manager
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