HUSST erhält Förderungen durch Forschungs-Initiative des BMVI

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Grafik: HUSST

Im Rahmen der Forschungsinitiative mFUND des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) werden seit 2016 Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Deutschland gefördert, die sich um digitale datenbasierte Anwendungen für die Mobilität 4.0 bemühen.

Gefördert wird mit 233.000 Euro seit Januar 2021 auch das Projekt „HUSST4MaaS“ (Herstellerunabhängige Standardschnittstelle für Mobility-as-a-Service). Ziel des Projekts ist die Anpassung der herstellerunabhängigen Standardschnittstelle für einen einfacheren Datenaustausch von Systemen unterschiedlicher Betreiber von Mobilitätsdiensten. Dabei spielt auch die gemeinsame Tarifierung und Abrechnung von Parkraum und öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) über elektronische Tickets eine wichtige Rolle. Neben der finanziellen Förderung unterstützt mFUND mit verschiedenen Veranstaltungsformaten auch die Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Forschung sowie den Zugang zum Datenportal mCLOUD.

„Wir freuen uns sehr über die Förderung im Rahmen der Forschungsinitiative mFUND. Das unterstreicht, dass wir mit der Initiative HUSST4MaaS einen richtigen Weg gehen“,

sagt Claus Habiger Vizepräsident vom ITS Germany e. V. unter dessen Dach das HUSST-Projekt angesiedelt ist.

Flexibler Datenaustausch ist bei zunehmender Digitalisierung unverzichtbar

Die zunehmende Vernetzung innerhalb des öffentlichen Personenverkehrs und zwischen Partnern im Umweltverbund macht einen einfachen und flexiblen Austausch von Daten unerlässlich. Dabei muss der Datenaustausch zwischen verschiedenen Verkaufsgeräten und Hintergrundsystemen in einem Verkehrsbetrieb ebenso wie zwischen Systemen von Vertrags- und Verbundpartnern funktionieren. Ziel des Projektes ist es, HUSST für MaaS-Anwendungen – wie Park- und City-Maut-Dienste – zu erweitern und das Produkt- und Kontrollmodul (PKM) des VDV eTicket Deutschland einzubetten (Konverter von HUSST zu PKM). „Das Projekt HUSST4MaaS fokussiert sich dabei auf die Harmonisierung des Datenzugangs unterschiedlicher Systeme bei Mobility-as-a-Service Lösungen. Für eine erfolgreiche Verkehrswende ist der Übergang von Individualverkehr auf den ÖPNV mitentscheidend - dies wird in zwei praxisrelevanten Demo-Applikationen exemplarisch umgesetzt“, sagt Malte Gerber, Leiter Produkte bei AMCON. Der HUSST-Standard wird dahingehend weiterentwickelt, dass sich der Aufwand bei der Datenbearbeitung reduziert und die Systemkosten bei Verkehrsunternehmen sinken. Darüber hinaus soll eine Verbindung zwischen Park- und ÖPV-Ticket ermöglicht werden. Über Unternehmensgrenzen hinweg soll künftig schneller auf Nachfrageveränderungen und Sondersituationen mit Tarifanpassungen und der Einführung neuer Produkte reagiert und damit eine systemische Grundlage für die Integration von Mobilitätsdiensten geschaffen werden. „Die im HUSST4MaaS-Projket vorangetriebene Standardisierung der Schnittstellen ermöglicht die schnelle und automatisierte Übertragung von Parktarif-Änderungen. Dies reduziert Fehler, Systemkosten und Unannehmlichkeiten für die Nutzer. Das HUSST4MaaS Projekt öffnet den Bürgern den Weg zu einer barrierefreien Abrechnung von MaaS Diensten.“, sagt Uwe Pertz, Leiter des Geschäftsfelds Parken und Elektromobilität bei der SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH. (red/HUSST)

Wer steckt hinter der HUSST4MaaS-Initiative?
Die Konsortialpartner bündeln das Know-how der Gründer des HUSST-Standards mit erfahrenen KMUs der ÖPV- und Parken-Branche, dem deutschen ITS-Branchenverband sowie Wissenschaftsexperten. Verbundkoordinator für das Projekt ist der Softwarehersteller AMCON aus Cloppenburg. Die weiteren Projektpartner sind ITS Germany e.V. mit Sitz in Berlin, ALMEX aus Hannover, Fachhochschule Potsdam, das Freiburger Unternehmen highQ Computerlösungen, ICA Traffic aus Dortmund, ISM International School of Management GmbH aus Dortmund und der Automatenhersteller krauth technology GmbH aus Eberbach.

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Artikel Redaktion bahn manager
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