Planungsauftrag für Einsatz von BEMU
Die Umstellung auf einen dieselfreien Schienenpersonennahverkehr im Norden Bayerns rückt näher.
Das Land hat heute (08.01.2026) die DB InfraGo mit der Planung des dafür notwendigen Infrastrukturausbaus beauftragt. Bayern geht dabei mit rund 60 Mio. EUR in die Vorleistung. Insgesamt müssen dafür 74 Streckenkilometer elektrifiziert werden, zudem sind zwei Ladestationen (Bad Steben und Neustadt (Waldnaab)) notwendig. In Nürnberg, Forchheim und Wicklesgreuth werden die Lademöglichkeiten durch die Elektrifizierung zusätzlicher Gleise verbessert. Elektrifiziert sollen folgende Streckenabschnitte:
- Oberkotzau – Rehau (Strecke 5027, 8,2 km)
- Oberkotzau – Münchberg (Strecke 5100, 18,5 km)
- Kirchenlaibach – Bayreuth – Trebgast (Strecke 5051, 34,0 km) und
- Hochstadt-Marktzeuln – Mainroth (Strecke 5100, 11,5 km).
Der Planungsauftrag basiert auf einem Ende 2024 vorgestellten Gutachten zur Umstellung von 20 Linien, davon acht Stück mit neuen Neigetechnikzügen. Die Umstellung soll in Schritten ab Mitte 2035 bis 2040 erfolgen. Bayern geht parallel davon aus, dass die Elektrifizierungen aus den Bundesprogrammen wie Hof – Marktredwitz und weiter gen Regensburg, Nürnberg – Schirnding und Nürnberg – Furth im Wald auch umgesetzt werden. Bereits 2024 hat das Land zudem den Planungsauftrag für eine Elektrifizierung von Schnabelwaid nach Bayreuth (Strecke 5001, 18,2 km) erteilt. (cm)
