Nordrhein-Westfalen: Abellio soll langfristig weiterfahren, Verträge werden angepasst

RRX-Zug von Abellio in Essen Hbf; Quelle: Jan Asshauer

In NRW haben die SPNV-Aufgabenträger VRR, NWL und NVR mit der Abellio Rail GmbH eine „gute Basis für eine Fortsetzung des Betriebes und eine Sicherstellung der Verkehrsleistungen“ durch das seit Juni im Schutzschirmverfahren steckende Verkehrsunternehmen gefunden.

Es wurde eine bis 31.01.2022 geltende Fortführungsvereinbarung geschlossen. Sie soll einen Zeitrahmen schaffen, im dem eine langfristige Perspektive über „Anpassungen der Verträge (Verkehrsvertrag 2.0)“ erarbeitet werden kann. Die drei Aufgabenträger wollen in den kommenden Monaten mit Abellio „eine unter vergabe-, beihilfe- und haushaltsrechtlichen Aspekten rechtssichere Lösung für eine gemeinsame langfristige Zukunft abstimmen“. NWL-Geschäftsführer Joachim Künzel sagte, die Aufgabenträger seien zur Anpassung der Verkehrsverträge „im vertretbaren Rahmen“ bereit. NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek ergänzte: „Wir streben eine grundlegende strategische Lösung an, die langfristig für alle Wettbewerber im SPNV eine wirtschaftlich auskömmliche Basis für die zu erbringenden Dienstleistungen darstellt“. Abellio Rail wird voraussichtlich ab dem 01.10.2021 in ein sogenanntes reguläres Schutzschirmhauptverfahren in Eigenverwaltung zur Sanierung übergehen. (as)

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Artikel Redaktion Eurailpress
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