Schnieder spricht von „Comeback der Infrastruktur“
Beim Neujahrsempfang des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) am Donnerstagabend (29.01.2026) hat Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder erneut den Nachholbedarf bei der Erneuerung der Infrastruktur in den Mittelpunkt gerückt.
„Das Comeback der Infrastruktur, das ist unser Motto“, sagte Schnieder vor den gut 800 Gästen aus allen Segmenten der Branche. „Dort wo wir Baureife haben, wo wir Baurecht haben, werden wir uns um die Finanzierung kümmern“, versprach der Minister – auch mit Blick auf die am selben Tag abgeschlossenen Finanzierungsvereinbarungen im Volumen von 2,5 Mrd. EUR (Rail Business vom 29.01.2026). Schnieder wies zudem darauf hin, dass es gelungen sei, im Jahr 2025 nahezu alle Haushaltsmittel für den Schienenverkehr abzurufen, insbesondere habe die Deutsche Bahn 100 % der aus dem Sondervermögen zugewiesenen Mittel verbaut. Wermutstropfen sei allerdings die Digitalisierung: Hier setzt Schnieder auf die Arbeit des Runden Tisches.
Für die kommenden Wochen kündigte der Verkehrsminister weitere Schritte an, unter anderem sollen dem Sofortprogramm für mehr Sicherheit und Sauberkeit zeitnah zwei weitere Sofortprogramme folgen. Die Förderung der nationalen Pionierzüge für die Digitale Automatische Kupplung – „leider sind nicht alle in Europa so überzeugt davon wie wir hier in Deutschland“ – solle Mitte des Jahres in Kraft treten, so dass im zweiten Halbjahr Anträge gestellt werden können (Rail Business 4/26). Für den Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG seien die Überlegungen zur Besetzung abgeschlossen und würden in Kürze dem Kabinett vorliegen, so Schnieder. (mb)
