Schweden: Vergabeverfahren Krösatåg muss wiederholt werden

Regionalzug Krösatagen; Quelle: Richard Holtz

Das Vergabeverfahren um den Betrieb der Regionalzüge Krösatåg muss neu aufgerollt werden. Dies hat jetzt das Verwaltungsgericht Jönköping entschieden.

Der unterlegene Bieter und derzeitige Betreiber Vy Tåg hatte gegen die Vergabe an die SJ geklagt (Rail Business vom 30.12.2020). Das Gericht schreibt in seiner Begründung, dass Vy Tåg glaubhaft gemacht habe, dass die Aufgabenträger Jönköpings Länstrafik und Kronobergs Länstrafik gegen anzuwendende Bestimmungen des Gesetzes über öffentliche Ausschreibungen (LUK) verstießen, indem sie verschiedene Bewertungskriterien sowie die Punkteskala so gestalteten, dass diese die Anforderungen an die Transparenz nicht erfüllten. Es wird erwartet, dass die Regionen beim Kammergericht Revision einlegen werden. Dieses Verfahren wird sich mindestens bis zum nächsten Frühjahr hinziehen, kann aber auch bis zu zwei Jahre dauern. Aufgrund der Klage haben die Aufgabenträger und die SJ einen Interimsvertrag über zwei Jahre geschlossen, der eine Option auf eine Verlängerung um zwei weitere Jahre enthält, sodass die SJ den Verkehr auf jeden Fall am 12.12.2021 übernehmen kann. (hz/cm)

Recht
Artikel Redaktion Eurailpress
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