S-Bahnvertrag mit Siemens/Stadler unterzeichnet
Die Dänischen Staatsbahnen (DSB) haben jetzt mit Siemens Mobility als Konsortialführer und Stadler den Rahmenvertrag zur S-Bahn Kopenhagen unterzeichnet.
Er umfasst wie geplant 226 vierteilige Züge mit der Option auf weitere 100 Einheiten. Teil des Vertrages ist die Instandhaltung der Züge über 30 Jahre mit Optionen für zwei Verlängerungen um jeweils fünf Jahre. Im Rahmen dieses Technical Support & Spares Supply Agreement (TSSSA+) übernimmt das Konsortium die Gesamtverantwortung für die Instandhaltung, während die Instandhaltungsarbeiten von DSB-Mitarbeitenden durchgeführt werden. Der Auftragswert liegt bei rund 23 Mrd. DKK (3,1 Mrd. EUR). Die Züge werden vollautomatisch betrieben (ATO GoA4), die DSB stellen das bereits bestellte CBTC-System Trainguard MT von Siemens bei. Das Design der neuen Züge bleibt dem bekannten DSB-Erscheinungsbild treu. Die 56 m langen, vierteiligen Züge verfügen über 120 Sitzplätze, 36 Klappsitze und etwa 300 Stehplätze. Vorgesehen sind 2+2 Sitzkonfigurationen, Klimaanlagen, Arbeitsbereiche mit Tischen für Pendler sowie integrierte Plätze für Rollstuhlnutzer. Laut dem bei der Vertragsunterzeichnung gezeigten Modell bekommen die Züge jeweils fünf innengelagerte Drehgestelle, drei davon in Jakobsbauweise. Siemens Mobility setzt dabei auf ein leichter zu bauendes, druckluftfreies Bremssystem. Der Betrieb nach GoA4 wird in Schritten zwischen 2030 und 2033 aufgenommen. Das erste Ausschreibungsverfahren für die S-Bahn hatte die DSB aufgrund eines mangelhaften Wettbewerbs abgebrochen und dann neu gestartet. Dabei hatten sich neben dem Konsortium auch Alstom und CAF qualifiziert. (cm)
