Pünktliche Weihnacht auf Deutschlands Bahngleisen

Wie hier auf dem Bahnhof Berlin-Spandau verlief der weihnachtliche DB-Fernverkehr weitgehend pünktlich; Quelle: Hermann Schmidtendorf

Bahnhof Berlin-Spandau vormittags am 24. Dezember: Pünktlich wie aus dem Lehrbuch rollen die Nah- und Fernzüge heran, auch der von uns genutzte IC 146 nach Amsterdam. Drei Stunden später hält dieser Zug immer noch auf die Minute genau den Fahrplan. Ähnlich erfreulich verlief der Festtagsverkehr auch bei den meisten anderen Fernzügen der Deutschen Bahn.

Mit rund 100 Sonderzügen stockte die DB zu Weihnachten das Verkehrsangebot auf der Schiene deutlich auf. Im Weihnachtsverkehr gab es über 550.000 Sitzplätze – 50.000 mehr als vor einem Jahr. Noch bis zum 2. Januar setzt die DB auf stark nachgefragten Verbindungen wie zwischen Berlin und Stuttgart beziehungsweise München und zwischen Köln, Düsseldorf und Berlin Sonderzüge ein.

In diesem Jahr waren 1,6 Millionen Fahrgäste über Weihnachten in den ICE- und IC-Zügen der DB unterwegs. Das sind im Vergleich zum Vorjahr mehr als doppelt so viele Reisende. Ihnen standen an den Bahnhöfen zusätzliche Servicemitarbeitende zur Seite, als Hilfe beim  Ein-, Aus- und Umsteigen, Anreichen von Gepäck und Kinderwagen oder Erteilen von Auskünften. Dennoch lagen die Fahrgastzahlen weiter unter denen des Vor-Pandemie-Niveaus. Im Durchschnitt waren die Fernverkehrszüge zu rund 40 Prozent ausgelastet. Die Pünktlichkeit im Fernverkehr lag nach Angaben der DB bei rund 80 Prozent.

Kurzzeitige Beeinträchtigungen des Verkehrs brachten am 23. und 24. Dezember einzelne Weichenstörungen auf Grund von Schneeverwehungen im Großraum Kiel/Lübeck. Am 28. Dezember führten Kabeldiebstähle an der Bahnstrecke zwischen Köln und Düsseldorf zu Verspätungen und Zugausfällen. Techniker der Bahn sind mit  Reparaturarbeiten beschäftigt, ein Ende sei noch nicht abzusehen, sagte eine Bahnsprecherin am Dienstagvormittag. Fernzüge werden über Güterstrecken umgeleitet, der Regionalverkehr nutzt die normalen Schienenwege, muss aber langsamer fahren. Betroffen von der Störung sind die Linien RE1 (Aachen–Hamm), RE5 (Wesel–Koblenz) und die S-Bahn 6 (Köln–Essen) sowie alle ICE und IC-Züge zwischen Köln und Düsseldorf.

Das DB-Sicherheitspersonal hat in den vergangenen Tagen auch die Einhaltung der 3G-Regeln und Maskenpflicht überwacht, erklärte die Deutsche Bahn. Seit Einführung der 3G-Regel am 24. November wurden in den gesetzlich vorgeschriebenen Stichproben allein im Fernverkehr rund eine halbe Million Fahrgäste kontrolliert. In weniger als einem Prozent aller Fälle mussten Fahrgäste die Züge verlassen, die Akzeptanz der neuen 3G-Regeln an Bord der Züge sei weiterhin sehr hoch. Fahrgäste müssen nachweisen, dass sie gegen Covid-19 geimpft, davon genesen oder auf das Coronavirus getestet sind. Kinder bis sechs Jahren sind davon ausgenommen. Für ältere Schülerinnen und Schüler gilt das nur während der Schulzeit. (red./hfs)

Bahn Manager
Artikel Redaktion bahn manager
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