S-Bahn Berlin: Senat beschließt Kombinationsverfahren

Der Berliner Senat hat heute die Eckpunkte des Vergabeverfahrens für die S-Bahn-Teilnetze Nord-Süd und Stadtbahn beschlossen.

Es geht um ein Auftragsvolumen von rund 8 Mrd. EUR. Grundlage des Senatsbeschlusses ist das Kombinationsverfahren, auf das sich die Länder Berlin und Brandenburg vor einem Jahr verständigt hatten. Zum einen gibt es für jedes Teilnetz das Fachlos Fahrzeugbeschaffung plus Instandhaltung über 30 Jahre sowie die Fachlose für den Betrieb (über 15 Jahre). Geplant ist erstmals ein landeseigener Fahrzeugpool aus 650 Viertelzügen. Darüber hinaus wird es Optionen für zusätzliche Fahrzeuge geben, um Angebotsausweitungen zu ermöglichen. Für diesen Fahrzeugpool wird eine Landesfahrzeuggesellschaft gegründet. Das Land Berlin will zudem die Möglichkeit sichern, dass der eigene Fuhrpark langfristig in einer Werkstatt auf einem Landesgrundstück gewartet werden kann. Weiter werden die Vergabeunterlagen Regelungen zur Arbeitsplatzsicherung, zur Tariftreue, zum Mindestlohn und zur Personalgewinnung enthalten. Das Verhandlungsverfahren soll noch in diesem Jahr beginnen. Der Zuschlag für alle Lose soll Ende 2021/Anfang 2022 erfolgen. Die ersten neuen Vorserien-Fahrzeuge sollen ab Ende 2026 rollen. (cm)
 

 

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Artikel Redaktion Eurailpress
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