Zugunglück StLB: Menschliches Versagen ist wohl Ursache

Der Frontalzusammenstoß zweier GTW-Triebwagen der Steiermärkischen Landesbahn (StLB) am 06.05.2015 auf der eingleisigen Strecke nach Übelbach hat wohl menschliches Versagen als Ursache.

Nach den bisherigen Erkenntnissen hat der Lokführer, der bei dem Unfall ums Leben kam, die Zugkreuzung nicht abgewartet. Bei dem Unfall kam zudem ein Fahrgast ums Leben. Die weitere Untersuchung richtet sich nun auch auf die beiden Triebwagen. Im Fokus steht hierbei der Kletterschutz, ist doch bei dem Frontalzusammenstoß ein Triebwagen auf den anderen aufgeklettert. Der Hersteller Stadler wies seine Schuld ab und teilte mit, beide Fahrzeuge erfüllen die aktuellste, seit 2008 geltende Europäische Norm EN 15227 zur passiven Sicherheit von Schienenfahrzeugen. Schwere Vorwürfe gegen die StLB erhebt der Fachbereich Eisenbahn in der Gewerkschaft Vida. So ist die Bahn ihre Verpflichtung zur Gefahrenbetrachtung nicht nachgekommen, zudem würde eine „massive Vertuschungsgefahr“ herrschen. (cm)

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Artikel Redaktion Eurailpress
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