Deutsche Bahn: Details zu Umbau und Einsatz der Westbahn-Kiss

Visualisierung eines Westbahn-Kiss im DB-Design; Quelle: Deutsche Bahn AG

Die Kiss-Triebzüge der österreichischen Westbahn, welche die DB ab Dezember gebraucht übernimmt, werden ohne große Änderungen an der Technik einigen wenigen Modifikationen im Innenraum unterzogen.

Im Oberdeck werden die Gepäckracks angesichts längerer Reisestrecken erweitert. Die acht Fahrradstellplätze werden an einer Stelle im Zug konzentriert, der Rollstuhlbereich wird deutschen Vorschriften angepasst (z. B. vergrößerte Wenderadien). In allen Bereichen beider Klassen wird Service am Platz angeboten; die beiden kleinen Bistrobereiche bleiben erhalten. Die Doppelstockzüge sollen nach derzeitigem Stand ab 08.03.2020 auf der neuen IC-Linie Rostock–Berlin–Dresden sowie einer nächtlichen Verlängerung eines Zugpaares über Dresden hinaus nach Wien, wo sich der Wartungsstandort befindet, eingesetzt werden. Dies erfordert einschließlich Reserve neun Zugeinheiten. Die Kiss erhalten angesichts der Lichtraumüberschreitung im Bereich des Oberdecks eine streckenbezogene Zulassung, auch für alle in Frage kommenden Umleitungsstrecken. Ab 2022 sollen die 17 Kiss dann von Stadler einer größeren Modernisierung und dem Umbau von vier- auf sechssteilige Garnituren unterzogen werden. (wha/as)

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Artikel Redaktion Eurailpress
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