Schweden: Zugverkehr bei minus 30 °C verantwortbar?

Die schwedische Staatsbahn SJ hat zuletzt mehrere Nachtzüge in Nordschweden gestrichen, nachdem eine Temperatur von rund minus 30 °C im Betriebsgebiet prognostiziert worden war.

Betroffen waren die Strecken Umeå - Boden und Luleå - Kiruna. Die SJ argumentierte, dass der Vertrag mit der schwedischen Verkehrsbehörde besagt, dass die Züge nicht fahren dürfen, wenn es kälter als minus 30 °C ist. Das Risiko, dass Fahrgäste erfrören, falls der Zug aus irgendeinem Grund ohne Strom sei, sei zu groß. Der ehemalige Produktions-/Verkehrsleiter von SJ und dem Nachtzugbetreiber Tågkompaniet, der die Nachtzüge in der Region von 2000 bis 2003 betrieb, kritisierte die Betriebseinstellung: "Wir haben Gesetze, die besagen, dass die Züge minus 40 °C und 80 cm Schnee aushalten müssen, und das tun sie auch." (wkz/jgf)

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