SKM Warszawa: Vertragskündigung mit Pesa wegen Lieferverzug

SKM hat Pesa am 21.05.2018 den Auftrag zur Lieferung über acht fünfteilige und fünf vierteilige Triebzüge vom Typ Elf2 erteilt mit Option auf einen vierteiligen und sieben fünfteilige Triebzüge.

Der Auftragswert lag bei 310,5 Mio. PLN (74,6 Mio. EUR) . Laut SKM war der Liefertermin eines der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl von Pesa gegenüber Newag. Der Hersteller sollte zehn Triebzüge bis Ende 2019 liefern. Nun hat die SKM den Vertrag aufgehoben. Ein Lieferverzug könnte eine Kündigung der EU-Fördermitteln bewirken, also hat SKM die Möglichkeit den Vertrag ganz oder teilweise aufzuheben, wenn ein Triebzug 30 Tage zu spät geliefert würde. In diesem Fall muss Pesa Entschädigung im Wert von 20 % des ganzen Auftrages zahlen. Im Moment sieht Pesa eine Verspätung von 87 Tagen für den ersten Triebzug, 56 Tagen für den zweiten und 25 Tagen für den dritten voraus. Laut SKM folgt die Entscheidung dem Versuch eine Lösung zu finden, die „optimal für beide Seiten“ wäre. Pesa bestätigte die Gespräche „seit Monaten“ und hatte zugesagt, den letzten Zug vor dem Zeitplan zu liefern. Der erste SKM-Zug sei bereits im Test, so der Hersteller zu Rail Business. SKM bereitet nun eine neue Ausschreibung vor. (ze/cm)

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Artikel Redaktion Eurailpress
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