Hamburg Hauptbahnhof: Mehr Kapazität für Reisende – aber keine zusätzlichen Gleise

DB Infrastrukturvorstand Ronald Pofalle und Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher vor dem Hamburger Hauptbahnhof; Foto: C. Müller

Der Hamburger Hauptbahnhof soll deutlich aufgewertet werden, um so für die wachsende Zahl an Reisenden besser gerüstet zu sein.

Dies teilten heute (18.10.2018) der Erste Bürgermeister von Hamburg, Peter Tschentscher (SPD), und DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla mit. Als eine kurzfristige Maßnahme werden auf dem Bahnsteig der Gleise 13/14 alle Aufbauten entfernt, um mehr Platz für Personen zu schaffen. Weiter sollen „in den nächsten drei Jahren“, so Pofalla, fünf direkte Zugänge zu den Bahnsteigen von der südlich der Bahnsteighalle gelegenen Steintorbrücke gebaut werden. Parallel sollen zwei Durchgänge vom Südsteg zur Steintorbrücke durchgebrochen werden. Längerfristig ist aber geplant, das Umfeld auch mit neuen Gebäuden deutlich zu verändern und zu erweitern. So ist südlich der Steintorbrücke ein neues Gebäude in der Kontur der Bahnsteighalle geplant, die Brücke selbst soll eine überdachte Kommunalstraße werden. Auf der Ostseite des Hauptbahnhofs (Kirchenallee) ist eine Erweiterung als überdachte Passage vorgesehen, dabei soll das Gebäude „herausgezogen“ werden. Auf der Nordseite ist dagegen ein Deckel für Taxen und Parkplätze angedacht (s.a. Grafik). Tschentscher und Pofalla sind sich einig geworden, bis Mitte 2019 dafür ein Wettbewerbsverfahren zu starten, das 2020 abgeschlossen werden soll. Tschentscher nannte für die Umsetzung das Jahr 2030 „realistisch“. (cm)

Infrastruktur & Ausrüstung
Artikel Redaktion Eurailpress
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