Infrastruktur & Ausrüstung

Niedersachsen/Y-Trasse: Kritik an Informationspolitik – drei Alternativen vorgestellt

Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) hat die Informationspolitik rund um die gestrige interne Präsentation der Alternativen zur Y-Trasse kritisiert. Es sei „mehr als unglücklich, dass einzelne Bundestagsabgeordnete offenbar vorab Einblick in die Pläne bekommen“ und diese dann in ihrem Sinne veröffentlicht hätten.

Lies forderte die Deutsche Bahn „ausdrücklich“ auf, ein transparentes und für die Menschen nachvollziehbares Verfahren zu planen und dieses auch zu kommunizieren. Die Landesregierung hat nach der Präsentation keine Mitteilung dazu raus gegeben, nur gesagt, dass das weitere Verfahren in erster Linie in den Händen der Bahn AG und des Bundesverkehrsministeriums liege. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel aus Rothenburg/Wümme hatte die Alternativen publik gemacht und eine Variante als bevorzugt bezeichnet. Nach Grindels Veröffentlichung schlägt die DB drei Alternativen vor:
• Güterverkehrs-Y mit einer NBS von Maschen über Soltau nach Celle und ein Ausbau der Amerikalinie zwischen Langwedel und Soltau, einschließlich einer Südumfahrung Soltaus
• Ausbau der bestehenden Strecke zwischen Ashausen bei Machen und Celle, ergänzend dazu der Ausbau der Strecke Nienburg – Wunstorf sowie
• NBS zwischen Ashausen und Unterlüß nördlich von Celle mit einer zweigleisigen Anbindung an die Amerikalinie bei Uelzen, ergänzend dazu der Ausbau der Strecke Nienburg – Wunstorf.
Laut Grindel werden die drei Varianten in den nächsten Monaten ausführlich unter Bürgerbeteiligung diskutiert. (cm)

 

Artikel Redaktion Eurailpress
Artikel Redaktion Eurailpress