Rom: Vertragsverlängerung für Verkehrsbetrieb ATAC führt zum politischen Streit

Am 04.01.2018 hat die Stadtverwaltung Rom beschlossen, ihren Dienstleistungsvertrag mit dem städtischen Verkehrsbetrieb ATAC zu verlängern.

Die Vertragsverlängerung macht damit ein im Frühjahr geplantes Referendum über die Ausschreibung öffentlicher Verkehrsmittel unsinnig. Das Referendum wurde von den linksliberalen Radikalen (Radicali Italiani, RI) beantragt, die auch die nötigen 30.000 Unterschriften sammelten, um es der Gemeinde aufzuzwingen. Der öffentliche Verkehr in Rom ist durch finanzielle Schwierigkeiten und einen schlechten Service in Verruf geraten. Die Stadt will den zum 04.12.2019 auslaufenden Vertrag um zunächst zwei Jahre und dann noch einmal um weitere vier Jahre verlängern. Begründet wird die Entscheidung damit, dass sie dem Unternehmen mit dem im November vorgelegten, aber noch nicht abgeschlossenen neuen Industrieplan Zeit geben wolle, um finanziell wieder auf Kurs zu kommen. ATAC hat aktuell 1,3 Mrd. EUR Schulden. (wkz/cm)

ÖPNV
Artikel Redaktion Eurailpress
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