Sicherheitsgipfel

Bei Sicherheitsgipfel wohl nicht alle Bundesländer einzeln dabei

Am morgigen Freitag (13.02.2026) finden in Berlin Gespräche zum Thema Sicherheit im Schienenpersonennahverkehr statt.

Unter dem Eindruck des tödlichen Angriffs auf Zugbegleiter Serkan Çalar vergangene Woche lädt DB-Chefin Evelyn Palla „insbesondere die Länder und deren Aufgabenträger, die den Nahverkehr auf der Schiene bestellen und damit auch das Sicherheitskonzept in den Regionalverkehrszügen dimensionieren“ zum eilends geplanten „Sicherheitsgipfel“ mit Vertretern aus Politik, zuständigen Behörden, Gewerkschaften und Eisenbahnunternehmen (Rail Business vom 09.02.2026). Dabei haben nicht alle Bundesländer Einladungen erhalten.

Unter anderem in Rheinland-Pfalz, wo der tödliche Angriff stattfand, hatte das zuständige Ministerium am gestrigen Mittwoch keine Information zur Veranstaltung bekommen und richtete einen eigenen Runden Tisch „Sicherheit im Schienenpersonennahverkehr“ aus (Rail Business vom 11.02.2026). Aus dem nordrhein-westfälischen Verkehrsministerium hieß es, es nähmen „Vertreter der jeweiligen Sprecherländer teil – so wie in der aktuellen Bundesverkehrsministerkonferenz geregelt.“ Winfried Hermann aus Baden-Württemberg, der bereits am Dienstag seine Anwesenheit Rail Business bestätigte, sei laut NRW insofern für die grün regierten Verkehrsministerien vor Ort. Gestern (11.02.2026) richtete Nordrhein-Westfalen ebenfalls einen eigenen Gipfel mit Teilnahme der Deutschen Bahn, Aufgabenträger, Verkehrsunternehmen und der Bundespolizei aus. In Hamburg war die – ebenfalls grün geführte – Behörde für Verkehr und Mobilitätswende zwar informiert, plante aber keine Teilnahme. Thüringen habe keine Einladung erhalten, wie Rail Business aus dem Ministerium für Digitales und Infrastruktur erfuhr – obwohl es mit dem einzigen BSW-Minister auch Sprecherland sein müsste. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter nimmt morgen „in seiner Funktion als Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz der Länder“ teil, wie das dortige Staatsministerium Rail Business mitteilte. (bm/jgf)

Artikel Redaktion Eurailpress
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