Eigenwirtschaftliche Verkehre: Deutliche Trassenpreissenkung für Personen- und Güterzüge

Die Bundesregierung will die Trassenpreise für eigenwirtschaftliche Verkehre massiv senken. Wie das Bundesverkehrsministerium an alle Bundestagsabgeordneten am 20.04.2021 schrieb, sollen die Trassenpreise rückwirkend ab März 2020 bis Ende 2021 um 98 % gesenkt werden.

Für den besonders hart getroffenen Personenfernverkehr wird zusätzlich eine Förderung der Trassenpreise bis Ende 2022 in Aussicht gestellt. Außerdem soll die Deutsche Bahn AG ihre nach der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung III (LuFV III) vorgesehene jährliche Dividende von 650 Mio. EUR für 2020 nicht zahlen, gegebenenfalls auch für 2021 nicht. Der VDV begrüßt diesen Schritt und dankt namentlich dem parlamentarischen Staatssekretär im BMVI und Bahnbeauftragten Enak Ferlemann. Der Verband mofair sieht dies auch positiv, verlangt aber, dass DB Fernverkehr verboten werden müsse, nun Dumpingangebote gegenüber dem parallel verlaufenden SPNV anzubieten. Weiter schlägt er vor, bei der Trassenpreissenkung nicht nur die gefahrenen, sondern die zugewiesenen Trassen als Berechnungsbasis heranzuziehen.

Politik
Artikel Redaktion Eurailpress
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