Kongress Elektromobilität: Züge nicht ausblenden – Busspuren nicht opfern

Seit gestern findet in Berlin die vom Bundesverkehrsministerium initiierte zweitägige Konferenz „Gemeinsame Geschäftsstelle Elektromobilität“ in Berlin statt. Dabei blende die Bundesregierung bei ihren Bemühungen um die Förderung der Elektromobilität den Schienenverkehr weiterhin aus, kritisierte die Allianz pro Schiene.

Obwohl die Schiene anders als das Elektroauto keine Probleme mit mangelnder Nachfrage der Kunden hat und auch nicht mit ungelösten technischen Schwierigkeiten kämpfen muss, setzt die Politik weiterhin kurzsichtig Elektromobilität mit Automobilität gleich“, bemängelte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege. Dringend notwendig sei die Elektrifizierung weiterer Strecken wie die Verbindung München – Zürich. Auch der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) kritisierte den Kongress. Nach einem Vorschlag von Bundesverkehrsminister Ramsauer sollen Busspuren für E-Autos frei gegeben werden. Sie seien aber dafür da, damit die Linienbusse auch in der Rush-Hour den Fahrplan einhalten könnten, so der VDV. „Wenn man die Busspuren mit weiteren Autos verstopft, dann stehen dort künftig alle im Stau, egal ob Elektroautos, Taxen oder eben ÖPNV-Busse - das ist verkehrlich unsinnig und kontraproduktiv“, so VDV-Präsident Jürgen Fenske. (cm)

 

Artikel Redaktion Eurailpress
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