NEE: „Kein isoliertes DB-Care-Paket“ – auch Kritik von Mofair

Die Wettbewerbsbahnen im Güterverkehr fordern den Bund auf, eine transparente Debatte über die Corona-Hilfen für die Deutsche Bahn zu führen.

Der NEE-Vorstandsvorsitzende, Ludolf Kerkeling, zeigte sich zunehmend verärgert, dass der Bund konsequent das Gespräch über Corona-Schäden bei den Güterbahnen jenseits der DB verweigert „und stattdessen völlig überraschend ein den Wettbewerbsbahnen unbekanntes „Bündnis für unsere Bahn“ verkündet hat“. „Der Regierungsvorschlag scheint uns ein voreiliges, ineffizientes und vor allem wettbewerbsverzerrendes DB-Care-Paket zu sein“, so NEE-Geschäftsführer Peter Westenberger. So habe DB Cargo schon in den fünf Jahren vor Corona ihre Kosten nicht mehr gedeckt. Vor der voreiligen Auszahlung hätte mindestens eine Satzungsänderung zur Berücksichtigung volkswirtschaftlicher Ziele bei den DB-Infrastrukturbetreibern und den damit verbundenen Dividendenverzicht von DB Netz, DB Station & Service und DB Energie erwartet werden dürfen. Und Mofair-Präsident Christian Schreyer ergänzt: „Leider hat sich Bundesverkehrsminister Scheuer zunächst einseitig auf eine Unterstützung des Staatskonzerns DB festgelegt, ohne andere Unternehmen einzubinden“. (cm)

Politik
Artikel Redaktion Eurailpress
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