Schweden: Rettungsschirm für den ÖPNV – Verband unzufrieden

Die schwedische Regierung will im Jahr 2021 zusätzlich 2 Mrd. SEK (190 Mio. EUR) den regionalen Verkehrsbehörden wegen der Folgen der Corona-Pandemie zur Verfügung stellen.

Dies hat die Regierung gestern (14.09.2020) beschlossen, noch muss der Reichstag (Riksdagen) dem aber zustimmen. Für dieses Jahr stehen für diesen Zweck bereits 3 Mrd. SEK (290 Mio. EUR) zur Verfügung. Trafikverket hat die Aufgabe, die Anträge auf Entschädigung zu prüfen. Der Branchenverband Svensk Kollektivtrafik kritisiert die Regierung wegen seiner Meinung nach nicht ausreichender finanzieller Unterstützung. Der Verband beziffert die Corona-bedingten Verluste auf rund 10 Mrd. SEK (950 Mio. EUR). Verkehrsminister Tomas Eneroth lehnt so hohe Zuschüsse ab und fordert die Regionen auf, auch Mittel bereit zu stellen. Gleichzeitig warnte der Minister die Verkehrsgesellschaften davor, ihre finanziellen Probleme durch Ausdünnung des Verkehrs zu lösen. (bd/hz/cm)

Politik
Artikel Redaktion Eurailpress
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