VDV: Sonderprogramm für kommunalen ÖPNV gefordert

Fünf Betreiberchefs und Mitglieder des Präsidiums des VDV erklären die Gründe für das Sofortprogramm: Jürgen Fenske (Köln), Henrik Falk (Hamburg), Sigrid Evelyn Nikutta (Berlin), Ingo Wortmann (München) und Hubert Jung (Dortmund); (v.l.n.r.); Foto: C. Müller

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) fordert von der neuen Bundesregierung ein Sonderprogramm für den Ausbau und für die Modernisierung des kommunalen Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Deutschland.

Jürgen Fenske, VDV-Präsident und Vorstandsvorsitzender der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB), begründet dies mit den Worten: „wir laufen über“. Er meint damit die Kapazitätsprobleme gerade in den großen Städten. Die Betreiberqualität leide unter der großen Nachfrage. Die neue Bundesregierung solle über mindestens zehn Jahre je Jahr 1,5 Mrd. EUR bereitstellen, die Länder parallel 0,5 Mrd. EUR. Nötig sei das Geld für den wachstums- und angebotsorientierten Ausbau der Schienennetze und den Umbau der Busbetriebshöfe für E-Busse. Zudem müsse „sofort“ die Erhöhung der Mittel für das Bundesprogramm GVFG erfolgen, so Henrik Falk von der Hamburger Hochbahn. Hier seinen statt der gedeckelten 333 Mio. EUR jährlich 1 Mrd. EUR jährlich notwendig. Intelligente Lösungen im Verkehr könnten die Kapazitätsprobleme nicht bewältigen, dafür müsse man „in Beton gießen“, so Ingo Wortmann München (MVG). Hubert Jung aus Dortmund (DSW21) machte deutlich, dass die Betriebe durch neue Gewerbe- und Wohngebiete in den Städten vor neuen Herausforderungen stünden. Fenkse machte zudem deutlich, dass die Branchen Planungssicherheit bräuchte, auch um Kapazitäten in der Planung wieder aufbauen zu können. Dies würde parallel auch in der Verwaltung nötig sein. (cm)

Politik
Artikel Redaktion Eurailpress
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